TLPE Glücksfachtag, Freitag, 2.April 2019

"Der Weg zum Glücklichsein: Heute ist mein schöner Tag"

Vostandsvorsitzende Edith Handschuh

Es mussten noch ein paar Stühle im Raum Erfurt im Trägerwerk Soziale Dienste am Freitag, 12. April 2019, organisiert werden, um die zahlreich erschienenen Teilnehmer zu platzieren.

Der Titel des Fachtages: GLÜCK traf auf riesiges Interesse.
Mehrere kompetente Referentinnen konnte der TLPE e.V. für die Veranstaltung engagieren – und die Teilnehmer lohnten es mit Begeisterung und ausgelassenes, lautstarkes Lachen.
Edith Handschuh, Vorstandsvorsitzende des TLPE e.V., brachte mit dem Märchen „Hans im Glück“ zum Einstieg zum Nachdenken.
Was ist Glück überhaupt? Warum sind wir nicht alle glücklich? Was machen wir falsch? Suchen wir am falschen Ende oder der verkehrten Seite? Jeder kann glücklich sein? Eine Frage der Haltung, Selbstachtung, Achtung?

Glückskekse wurden als Gag verteilt. „Du wirst eine lange Reise antreten“ stand da auf dem Zettelchen vom Glückskeks; eine Botschaft?
Premiere beim TLPE-Fachtag: jeder Anwesende durfte sich einen Glückskeks mit TLPE-Logo ziehen. Manche bevorzugten auch die Schokoladen-Glückskäfer – jeder nach seinem Geschmack.

Dann startete Frau Professor Dr. Dr. Winkelmann, extra aus Dresden mit ihrem Assistenten Antonio angereist, einen spannenden Vortrag über Resilienz (seelisches Immunsystem“, Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, gewaltfreie Kommunikation, Beobachtung ohne Bewertung, Empathie, Gefühle, Bedürfnisse, Konfliktmanagment, Systemisches Handwerkszeug, Gelassenheit, Genussfähigkeit…..)
Die Frau mit den vielen akademischen Graden brachte mit ihren Beispielen, Witz und Wortwitz den Saal immer wieder zum Lachen. Die Stimmung war ausgelassen und entspannt.
Mittags lockte der Küchenchef mit seinem Team mit einem traditionellen, afrikanischen Süßkartoffel-Glückstopf, der ebenfalls gut bei den Teilnehmern ankam und gut schmeckte.

Professor Doktor Doktor Constance Winkelmann mit ihrem Assistenten

Das war ebenfalls eine Premiere, denn der Glücks-Eintopf wurde einmalig und erstmals für die TLPE-Veranstaltung gekocht. In Afrika nutzten und nutzen die Einheimischen dieses Essen, das Serotonin freigibt und die gesamte Familie, Freunde und Bekannte beim Feiern mal wieder an einen Tisch bugsiert und vereint.
Zum Schluss verteilte Edith Handschuh schokoladige Grüße an fleissige Mitarbeiter und Autorinnen der Thulpe, eine kleine Ehrung, die gut ankam und guttat.

Marion Sommer

Über eine starke! schwache! und grade deshalb starke! Frau auf ihrem Weg zum Glück

„Für die Freiheit lege ich mein Gelübde nieder“

"MANIE"
Meine "Ode" an die Freiheit
Elegie von ANIVEE

Ach lieber Körper gib mir Ruh!
Warum hetzt du mich immerzu?
Ständig werd ich vorangetrieben,
weiß nicht, was soll ich zuerst tun und wen soll ich lieben?
Was soll ich essen?
Hilfe, wovon bin ich besessen?

Machen kann ich, was ich will.
Doch das ist verdammt viel.
Wie soll ich mich entscheiden?
Unter Entscheidungen werde ich wohl ewig leiden.
Ich weiß nicht mehr,
was ist recht oder schlecht.
Vertrauen kann ich nicht.
Die Menschen zeigen fast nie ihr wahres Gesicht.
Ich mache immer weiter
und steige höher auf der Leiter.

Doch dann kommt die Ernüchterung.
Plötzlich kann ich nichts mehr tun.
Wie eine gefühlsleere Tote schleiche ich von dannen.
Rot vom Heulen sind meine Wangen.
Vor Angst fang ich an zu zittern und zu bibbern.
Ich verkrieche mich in die Ecke, still.
Mein Körper macht, was er will.
Ich kann nicht mehr.
Das zu ertragen ist furchtbar schwer.
Das ich meine Grenzen überschritten habe,
ärgert mich sehr.

Wer kann mich bremsen, mich verwalten
und im richtigen Moment ausschalten?
Werd ich mich nicht bald stoppen können,
werde ich mich im Leben verennen.
Ich halte es bald nicht mehr aus.
Dann geht mein Lebenslichtlein aus.
Plötzlich fängt es leicht wieder an zu brennen
und ich fange wieder an zu rennen.
Bis ich nicht mehr kann.
Und dann?

Die Abstände bis zur Erschöpfung werden immer kürzer
und ich, immer bestürzter.

Ich kann nicht mehr, holt mich hier raus!
Sonst ist mein Leben recht bald aus.
Beendet ist mein Sein.
Ich bin selbst daran schuld.
Warum nur konnte ich so selten sagen: "NEIN!"
und wenn, dann im verkehrten Moment.
Oftmals war ich gehemmt.

Von unnötigen Schuldgefühlen geplagt,
bin ich durch mein Leben gejagt.
Über alles muss ich nachdenken
und will es besonders gut lenken.
Doch das wird nicht immer gehen.
Ich habe es kommen sehen.
Ich weiß es sicherlich,
doch mir selbst zu verzeihen, ist für mich sehr schwierig.
Denn die, die mich auffangen sollten und lieben,
haben mich angetrieben.
Das was ich gern gemacht,
dafür wurde und werd ich oft ausgelacht.
Ich habe es nie kapiert,
warum ihr mich nicht so, wie ich bin akzeptiert.

Ihr habt mir Regeln vorgegeben.
Verdammt, danach kann ich nicht leben.
Es waren zu viele und zu durcheinander.
Ihr selbst haltet sie nicht ein
aber ich soll so sein?

Ihr denkt ihr seid perfekt,
glatt und abgeleckt.
Da muss ich lachen.
Euer Leben ist eine Show.
Ihr tut nur so!
Euer Gesicht ist hinter der Gesellschaft versteckt,
in der ihr wahrscheinlich mal verreckt.
Allen andern macht ihr es recht.
Ihr steht gut da
und mir geht es schlecht.
Ihr wisst auch genau warum.
Ihr seid ja gar nicht dumm.
Ihr habt es ja immer gewusst:
"Wer nicht hören will, muss fühlen
und im Dreck herumwühlen."
Gelernt habt ihr mir:
"Ist dein Wille nur erst stille,
wirst du allen Kummers frei."
Auwei!

Mein Wille war stille,
doch frei,
war ich nie.
Regiert wurde ich von einer Hierarchie.

Oft brach ich aus.
Doch wusste ich nicht weiter.
War auch klar,
ohne eigenen Willen wird`s schwer, leider.

Doch war er schon da, mein Wille,
nur versteckt.
Des Öfteren habe ich ihn auferweckt.
Doch erstickt wurde er im Keim
und wieder kamen Schuldgefühle ins Gedächtnis hinein.
Immer wieder dasselbe Spiel
und jetzt weiß ich gar nicht mehr,
was ich will.

Ich will nichts mehr. Ich bin so leer. Ich kann nicht mehr.

Doch später überkommt es mich wieder.
Ich stürze los und kaufe ein,
als könnte man mit Besitz glücklich sein.
Die Menschen machen sich etwas vor,
vor Kälte unter Ihnen ich fast erfror.

Nicht kaufen und besitzen machen mich zufrieden.
Nein, ich möchte die Menschen lieben, sie drücken und streicheln
und nicht etwas Vorschmeicheln.

Doch ich stehe vor einer Mauer.
Kalt läuft mir über den Rücken der Schauer.
Die meisten sind gefühlstot und stehen selbst in der Not.
Verwechseln Sex und Sauerei, Neid und lechzen,
mit Liebe deinen Nächsten.
Was mir dann wieder zum Verhängnis wird in der Not,
wie sage ich es dem anderen nur?
Ich will nur freundlich sein, mag viele Menschen sehr.
Doch einige Menschen sich ereifern,
wollen ständig Besitz von mir ergreifen
und verletzten mich damit schwer.
Ich glaub, lieben kann ich nie mehr.
Ich opfere mich für andere auf
und gehe später selbst drauf.

Damit ist jetzt Schluss.
Ich kann euch durchschauen
und breche der heutigen Gesellschaft Normen, Lügen und Mauern.
In Abhängigkeit will ich nicht mehr leben,
dafür werde ich alles geben.
Meine Gedanken fand ich bei lieben, weisen, erfahrenen Menschen, Philosophen und Psychologen wieder.
Für die Freiheit lege ich mein Gelübde nieder.
Ich lerne jetzt von Anfang an neu.
Dort wird sich trennen der Weizen vom Spreu.
Meine Seele wird wieder wachsen, erfahrener werden,
solange ich hier verweile auf Erden.
Meiden sollte ich maskerade Gebärden.
Authentische, tolerante, weise, erleuchtete Menschen werde ich finden
und mich dort evtl. auf lockere Art binden.
Ich beginne von vorn,
mit meiner eigenen Norm
und somit wieder Freude am Leben finden,
vor allem mich selbst verwalten
und somit meine schon immer überwiegend positive Grundstimmung erhalten.

Werdet wach ihr Menschen.
Die Tugenden sind nicht ganz verschwunden auf Erden.
Leider oft versteckt hinter schrecklichen Gebärden.
Holt sie wieder hervor!
Lasst sie uns wiederfinden und begrüßen,
so wird es unser Leben wieder versüßen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen:
"GUTEN APPETIT"

ANIVEE, 2019