Ausgabe 21 - Stigmatisierung

Was bedeutet eigentlich Stigmatisierung? Der Begriff "Stigma" entstammt der altgriechischen Sprache und hat die Bedeutung eines Mal, bzw. Zeichen. Um eine klare Abgrenzung zu anderen Gruppen und Individuen in der Gesellschaft zu erreichen, wurden zu jeder Zeit bestimmte Menschen, wie z.B. Sklaven, Kranke, Verbrecher etc., mit einem Brandmal versehen. Auch heute wird die Bezeichnung "Stigma" überwiegend als negatives Merkmal dargestellt. Somit ist die soziologische Bedeutung beispielsweise die Vorenthaltung der vollständigen sozialen Akzeptanz. Dies bedeutet, bestimmten Personen und Gruppen werden abwertende Merkmale durch große Teile der Gesellschaft zugeschrieben. Aller Aufklärung zum Trotz haben Menschen mit psychischen Erkrankungen auch heute noch mit den Folgen von Stigmatisierung zu kämpfen.

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Ausgabe 22 - Sucht und Seele

Frontcover von ThuLPE Ausgabe 22 „Leid motiviert zum Handeln. Wer Leid betäubt, schränkt den Grund zum Handeln ein. Wer nicht handelt, hat bald Grund, noch mehr zu leiden. Wer dann meint, dass er mehr Betäubung braucht, wird süchtig.“
Seelische Abhängigkeit entsteht, wenn das Suchtmittel, gleich welcher Art, zum Dreh- und Angelpunkt aller Handlungen und Gefühle des Betroffenen wird. Es geht nur noch darum, Missstimmungen, negative Gefühle und Niedergeschlagenheit zu vermeiden, welche durch das Fehlen des Suchtmittels eingetreten sind. Die Sucht hat Seele und Körper umfangend in ihren Griff genommen. So hält sie uns doch von vielen schönen Dingen und Tätigkeiten fern, welche der Seele gut tun. Für mich verstehen sich Sucht, sowie ihr enger Verwandter der Zwang als Diktatoren, welche ihre Opfer quälen und unterdrücken.

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