Psychisch Kranke erbärmlich behandelt, jetzt erfolgt Wiedergutmachung

Körperliche Gewalt durch Betreuungspersonal, Demütigungen, Fremdbestimmung, Zuschreiben negativer Rollen, Miterleben belastender Situationen, sexualisierte Gewalt, Mangelernährung, Schlafentzug….diese und noch viel mehr leidvolle Erfahrungen sammelten Kinder und Jugendliche zu Vorwendezeiten (23.Mai 1949 bis 31.Dezember 1975 in der Bundesrepublik Deutschland bzw. vom 7.Oktober 1949 bis 2.Oktober 1990 in der DDR) in stationären Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien. Ihr miserabler Start ins Leben, dem im Erwachsenenalter unter anderem schwere Traumatisierungen, Schlafstörungen, Depressionen, Erwerbslosigkeit, Renteneinbuße folgen können, soll nun endlich entschädigt werden.

Diesen Menschen soll jetzt endlich Gerechtigkeit widerfahren. Bundesweit existieren Beratungsstellen, in Thüringen ist die Beratungsstelle ins Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie StiftungAH@tmasgff.thueringen.de integriert, bis Ende 2019 besteht die Chance für alle Betroffenen oder ihre Vertreter, sich bei den zuständigen Beratungsstellen zu melden.

Dabei geht es neben finanzieller Unterstützung um die öffentliche Anerkennung des Leids, um die Anerkennung durch wissenschaftliche Aufarbeitung der Unrechtserfahrungen, individuelle Anerkennung durch ein persönliches Gespräch in den Beratungsstellen.

Bund, Länder und Kirchen haben die Stiftung Anerkennung und Hilfe ins Leben gerufen.

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